Erstmals Silberner Bär für das Beste Drehbuch
Bei der Abschlussgala der Berlinale wird in diesem Jahr zum ersten Mal ein Silberner Bär für das Beste Drehbuch verliehen. Jochen Brunow, Drehbuchautor und Mitbegründer des Verbands Deutscher Drehbuchautoren (VDD), hat die Einführung dieses so wichtigen Preises federführend vorangetrieben: „Es ist toll, wie Dieter Kosslick die Berlinale nach vielen gravierenden Umstrukturierungen auch weiter für Verbesserungen offen hält und flexibel führt. Gratulation und herzlichen Dank, auch im Namen aller Kollegen.“
„Der Verband Deutscher Drehbuchautoren begrüßt es sehr“, so die Geschäftsführerin Katharina Uppenbrink, „dass die grundlegende Bedeutung des Drehbuches für den Film nun mit einem eigenen Silbernen Bären honoriert wird. Die Schaffung dieses auch international bedeutsamen Preises markiert einen weiteren wichtigen Schritt zur Anerkennung der Arbeit aller Drehbuchautoren.“
Ermöglicht hat die Schaffung des neuen Preises Festivalleiter Dieter Kosslick: „Am Anfang eines jeden Filmprojekts steht das Drehbuch, auf ihm basiert die gesamte Dramaturgie des Films. Mit dem Silbernen Bären für das Beste Drehbuch möchten wir die große künstlerische Bedeutung der Filmautoren ehren.“
Die erstmalige Verleihung des Silbernen Bären für das Beste Drehbuch fällt zusammen mit der Aktion „Kein Drehbuch. Kein Film.“. Diese von der Agentur M&C Saatchi für den VDD konzipierte Kampagne steht im Zusammenhang mit dem inzwischen erfolgreich beendeten Streik der amerikanischen Drehbuchautoren. Die zugehörigen Plakate, für die sich prominente Schauspieler wie Natalia Wörner, Andrea Sawatzki, Tim Bergmann und Fabian Busch engagierten, sind seit Beginn der Berlinale in ganz Berlin zu sehen.